Der Puschen

Mein Puschen – eine Liebeserklärung. Warum mein Auto Puschen heißt, zeigt sich ganz deutlich, wenn man ihn aus einiger Entfernung von der Seite betrachtet. Puschen ist das norddeutsche Wort für Hausschuh. Noch Fragen…?

Mein bester Kumpel

Seit 2001 ist der BMW Z3 mein treuer Begleiter. Mein erstes und einziges eigenes Auto. Mein Traumwagen.

Ich liebe seine klassisch anmutende Form, seine Farbe und sein Fahrverhalten. Der Sechszylindermotor ist ein Kunstwerk. Das Sounddesign ein Ohrenschmaus.

Einsteigen. Zündung. Wow!

Eine Ausfahrt ist wie eine Therapie. Braucht man Speed, einfach Fuß aufs Gaspedal. Zum Runterkommen gibts den eingebauten Chill-out-Modus. Sanfte Hügel, langgezogene Kurven und den fünften Gang bei 2.500 Umdrehungen. Sonnenbrille nicht vergessen!

Über 200.000 Kilometer durch Dick und Dünn. Sommer wie Winter, in guten und in schlechten Zeiten. Ein Tanz auf dem Glatteis, ein Bad in der Nebelsuppe. Im Tauchgang durch Schneesturm und Gewitter. Niemals hat er mich im Stich gelassen. Und saufen tut er manchmal auch. Wer kann schon von sich behaupten, einen so guten Kumpel zu haben??

Klingt irre? Irre gut. Woher wusste BMW eigentlich, was ich brauche? Es gibt keine Zufälle. Der Wagen ist für mich gemacht. Ein dickes Dankeschön an das Team in München, oder wo auch immer das Modell entwickelt wurde.

Ich möchte im Puschen bestattet werden. Kennt jemand ein Land in dem das erlaubt ist?

Leider hatte ich bislang nie das Kleingeld, ihn über das nötigste Maß hinaus in professionelle Hände zu geben. Ein Satz Reifen – eine finanzielle Meisterleistung, wenn man nur das Beste Gummi fahren will. Aber gepflegt wird er mit Hingabe. Ein ausgiebiges Schaumbad, Verdeckpflege und zwei Schichten Lackpolitur – selbstverständlich eigenhändig aufgetragen – müssen sein. Wellness sozusagen. Doch bald steht zumindest eine Neulackierung der Motorhaube an. Die sieht nämlich Dank Steinschlag aus wie eine Mondlandschaft.

Größere Reparaturen gab es bislang nicht. Puschen ist solide gebaut. Lediglich die Querlenker und ein Gummilager mussten erneuert werden. Ach, und die Bremsen habe ich auch mal tauschen lassen. Vorausschauendes Fahren und bei Bedarf einen Gang runter schalten, schonen das Material aber so enorm, dass die Bremsen ewig halten. Nein, ich bin kein Sonntagsfahrer!

Wenn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle, werden Puschen und ich eine coole Zeit erleben. Ich werde viel mehr über ihn berichten, denn er hat das Zeug zum Superstar.

Technische Daten: BMW Z3 · 2,8l · 193 PS · Baujahr 1997